Im Juli musste ich mal wieder raus und begann den Neckarsteig in Angriff zu nehmen. Ich begann mit der formal zweiten Etappe von Neckargemünd nach Neckarsteinach. Die Erste Etappe von Heidelberg aus muss ich noch nachholen. Um der mittäglichen Hitze aus den Weg zu gehen startete ich früh um 6:11 Uhr morgens. In der morgentlichen Ruhe um den Sonnenuntergang unterwegs zu sein tat gut.
Der Sonnenaufgang kündigt sich über den Neckargemünder Bahnhof gesehen an
Blick auf Neckar und den Dilsberg
Flieder am Wegesrand
Auf dem Dilsberg angekommen erwarteten mich zwei tierische Begegnungen. Als erstes ein wunderschön Braun-Rotes Eichhörnchen und anschließend eine scheinbar wilde Katze. Mein Angebot für ein paar Streicheleinheiten nahm das zerzauste und Tier dankbar an und ließ mich kaum weiterziehen ohne immer wieder eine Verlängerung einzufordern.
Zum Abschluss noch ein klassisches Waldwegbild. So einfach der Ausblick auch aussieht genieße ich es immer wieder einfach die Abwechslungsreichen Umgebungen am Wegesrand zu beobachten.
Im April 2019 ging es zu einer kühlen Wanderung (beim Start lag bei knapp 0°C noch eine Schicht Frost auf dem Boden) zum Drachenfels in der Nähe von Bad Dürkheim. Ich wurde nicht enttäuscht, nach einer halben Stunde begrüßten mich überall am Wegesrand vom Morgenlicht durchflutete, sprossende Blätter. Diese erste Stelle kostete mich auf der theoretisch dreistündigen Wanderung mindestens eine halbe Stunde, weil ich mich kaum Sattsehen konnte.
An vielen Stellen blühte der kleine und feine Waldsauerklee.
Am Drachenfels angekommen gab es einen schönen Blick über den Pfälzer Wald. Man beachte die zwischen den größtenteils noch braunen Bäumen hervorsprießenden grünen Flecken.
Ausblick vom Drachenfels
Ausblick auf Esthal
Grün gescheckte Landschaft
Zum Abschied noch zwei kleine Detailszenen auf alten Baumstümpfen.
Vorletztes Jahr beging ich den „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ in der Pfalz. Die Sonne tauchte den Wald in ein sanftes, warmes Licht, blühende Heide säumte nahezu überall den Weg und die namensgebenden Sandsteinformationen bieten immer wieder tolle An- und Ausblicke. Für Wanderfreunde im Rhein/Neckar-Kreis und der Pfalz ein Muss! An der Anzahl der folgenden Bilder sieht man, dass ich mich wirklich schwer getan habe beim Aussortieren – aber die Ausblicke waren einfach zu schön um noch mehr im Archiv zu versenken..
Das „Tongariro Alpine Crossing“ führt über 20 km und 1000 Höhenmeter (auf und ab) durch beeindruckende Vulkanlandschaften. Die Tour ist touristisch sehr bekannt und wahrscheinlich gerade deshalb wird an allen Ecken und Enden gewarnt, dass falls man nicht alpin erfahren, adäquat ausgerüstet und mit allen Wassern gewaschen ist, Lebensgefahr droht. Angesichts dessen, dass wohl auch Menschen in Flipflops die Route anzugehen versuchen und dann gerettet werden müssen vielleicht angemessen, wenn man ein unterdurchschnittlich bis normales Maß an Fitness, adäquate Bekleidung und Schuhe mitbringt ist die Tour jedoch meines Erachtens gut machbar.
Früh morgens ging es mit dem Shuttlebus auf zum Startpunkt. Auf dem Weg tauchte die Morgensonne die Wolken über der Landschaft in ein sanftes orange.
Vom Parkplatz aus führten uns Gräserlandschaften mit Blick auf Ngauruhoe (Mt. Doom) auf zum ersten größeren Anstieg, „The Devils Staircase“. Vor dem „Eingang“ dazu gab es erneut ein großes Warnschild („Point of no return“ usw.).
Mt. DOOM!
Geröllig-Vulkansteiniges Gelände
Oben angekommen begrüßte u.a. ein toller Blick auf den Schicksalsberg, zurück ins Tal und eine Infotafel über den Vulkan. Wichtiger Hinweis: „If the Vulcano erupts, move quickly down the mountain“ – wer hätte das gedacht?
Anschließend führt der Weg über ein paar Kilometer durch eine beeindruckende Hochebene. Die Weiten und Dimensionen vermögen meine Fotos leider nur zu teil zu transportieren.
Wenn man die Menschen verfolgt gewinnt man einen Eindruck wie weit diese Ebene ist
Über den letzten Anstieg (in den beiden obigen Fotos nach links oben bergan) ging es zum höchsten Punkt, dem Rand des Red Crater. Leider holten uns oben die Wolken ein und von da ab ging es nicht nur mit den Höhenmetern sondern auch mit der Sicht steil bergab.
Blick vom letzten Anstieg zurück in das oben von unten gesehene Plateau und Nagaruhoe. Noch war die sicht gut…
Oben angekommen ging es in eine dichte Nebelsuppe
Über ein etwas unangenehmes lose schottrig-steiles Stück führte der Weg nun zu einigen der farbenfrohen, geologischen Highlights, die wir leider nur durch den Nebel sahen. Z.B. die „Emerald Lakes„.
Über die den weg markierenden Stangen war ich dankbar
Bunt gefärbter Bachlauf
Zum Abschluss noch ein Blick auf die Nord-West-Seite des Bergmassives. Die Fabrkombination aus Blau-, Grün-, Braun- und Gelbtönen erscheint mir sehr typisch für die meisten Ausblicke auf unserer Reise.
Von Kühtei ging es in einer sehr schönen Tagestour (Route bei Komoot) zum Sulzkogel.
Nach einem ersten Aufstieg über den Finstertaler Damm zum ersten Ausblick des Tages: Den Speichersee Finstertal.
Speichersee Finstertal, am rechten Rand ist der Staudamm zu sehen
Die Route zog sich im Anschluss entlang des östlichen Ufers des Sees über zunehmend gerölliges und blockiges Gelände über einen kontinuierlichen Anstieg, bis schließlich das Gipfelkreuz in Sicht kam. Aus Sorge, von für den Nachmittag prognostizierten Regenfällen eingeholt zu werden (welche nie kamen) ging ich rasch voran. Am Ende entlohnte ein toller Ausblick.
Aufstieg am Osthang
Blockiges Gelände
Von herabrutschenden Gletschermassen geschliffenes Gestein
Fotos einer Tageswanderung im Axamer Lizum in Tirol nahe Innsbruck bei Kaiserwetter. Einen GPX-Track gibts zum Beispiel bei Bergfex.at.
Geröllfelder unter Hochtennboden- und Malgrubenspitze
Noch im Schatten der umliegenden Hänge ging es in Axamer Lizum los. Ich konnte beobachten, wie die Morgensonne das Tal in ein goldenes Licht hüllte und kleine, später unscheinbare Details zur Geltung brachte.
Der „bergab fließende“ helle schotter glitzert in der Morgensonne.
Ein kleiner Baum ruft früh den Herbst aus und sticht rot aus der Landschaft hervor.
Da ich die Tour „rückwärts“ lief, ging es zu Beginn lange steil bergan, von da an wurde ich aber mit spektakulären Ausblicken belohnt. Um das graue lose Gestein und die Gipfel legte sich ein schöner Farbkontrast zwischen gelb-grünen Wiesen und dem strahlend blauen Himmel.
Der Weg schwang sich durch die Geröllfelder unterhalb von Hochtennbodenspitze, Malgrubenspitze, Marcheisnespitze und Ampfserstein. Verschiedene Ein- und Ausblicke vernlassten mich immer wieder, stehen zu bleiben.
Von der Fauna geprägte Muster
Die Wagons der Olympiabahn begegnen sich
Ein Wanderer rastet, während er vom Widdersbergsattel das Geröllfeld herabgeht.
Zum Abschluss gab es ein erfrischendes Radler sowie eine Speckknödelsuppe in der Birgitzköpflhütte. Insgesamt eine wunderschöne, empfehlenswerte Tagestour!