Neuseeland (5): Milford Sound

Milford Sound vom gleichnamigen Ort aus gesehen. Mittig links steht felsig „Mitre Peak“ und baumbewachsen davor „Footstool“. Im rechten Drittel ist Gletscherbedeckt „Mount Pembroke“ zu sehen

Von Queenstown aus unternahmen wir mit dem Anbieter Juicycruise eine Bustour zu einer Bootsfahrt durch den Milford Sound. Für eine eigenständige Reise mit dem Auto zum Fjord passte leider nicht mehr in den Zeitplan (von Queenstown aus muss man aufgrund der Berge östlich des Lake Wakatipu einen riesigen Umweg fahren) und ich hatte ob des günstigen Angebotes des großen Anbieteres so meine Bedenken. Ein bärtig-bärig-netter Busfahrer sammelte uns am frühen morgen ein und nach einigen Stunden Schlafes wurden die Sorgen langsam zerstreut. Unser Busfahrer (ein Hoch auf ihn!) entpuppte sich in Wahrheit als großartiger Erzähler, der nebenbei am Steuer saß. Während er uns den Langen Weg über den Highway 94 zum Fjord führte, erzählte er uns lebendig von der Geschichte der Region und von der von schwerer Handarbeit geprägten (z.B. durften die Arbeiter, die die Straße durch die felsige Region schlugen zwar Sprengstoff verwenden, er wurde ihnen aber vom Gehalt abgezogen) Erschließung der Region. Seine Erzählungen machten den Landschaften Aussichten beinahe den Platz als bestes Erlebnis des Tages streitig.

Durch das gebirgige Gebiet ging mit mein (Steinbock-)Herz aufgrund der alpinen Ausblicke auf.

Am Ort Milford Sound angekommen bestiegen wir eine typische Touri-Fähre und wurden begleitet von humorigen Erklärungen des Kapitäns einmal durch den Fjord geschippert.

Milford Sound ist ein „echter“ Fjord, da er durch Gletscherbewegungen entstand. Seine Wände sind deshalb sehr „glatt geschmirgelt“ und die Bäume können sich nur dank eines engen Netzes von kleinen Pflanzen auf den Hängen halten. Bricht an einer höher gelegenen Stelle ein Baum weg entsteht eine Lawine aus Bäumen und Pflanzen die den Felsen glattputzt – so oben rechts zu sehen.

Zu den (touristischen) Highlights des Fjordes gehören seine Wasserfälle. Unten ist der „Stirling Fall“ von zwei Seiten zu sehen. Wir lernten den Wasserfall hautnah kennen: Der Kapitän fuhr beeindruckend Nahe unter den Wasserfall und bescherte uns auf dem Oberdeck eine kühle Erfrischung.

Auf dem Rückweg machten wir noch Halt bei einem Fluss (dessen Namen mir entfallen ist), der das Flussbett in interessante glatte Formen geschliffen hat.